In der ver.d-Fachzeitschrift “M” wird erneut über den aktuelle Stand über die Kündigungsabsicht der Bauer Verlagsgruppe informiert. “Zweiter Akt in der Auseinandersetzung zwischen Kersten Artus und dem Bauer-Verlag: Gütetermin vor dem Hamburger Arbeitsgericht. Und der Zuschauerandrang ist gewaltig. Gut sechzig, vorwiegend gewerkschaftliche Unterstützer nehmen im überfüllten Verhandlungssaal 109 an der Sitzung teil. Mit dabei aber auch Vertreter der Hamburger Bürgerschaft, in der Artus für die LINKE sitzt. In Doppelfunktion anwesend ist Wolfgang Rose: ver.di Landesvorsitzender in Hamburg und SPD-Bürgerschaftsabgeordneter. Denn längst ist dieses Kündigungsbegehren ein Politikum in der Hansestadt geworden.” Mehr …
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ver.di-Mitlgiederzeitschrift “PUBLIK”: Solidarität und Unterstützung
Die Zeitschrift PUBLIK von ver.di für ihre 2,3 Millionen Mitglieder beschäftigt sich mit der Kündigungsabsicht der Bauer Verlagsgruppe gegen Kersten Artus: “Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske hat sich mit ihr solidarisiert, die Betriebsratsvorsitzenden von zwölf großen Hamburger Verlagen haben protestiert und Mitglieder der Hamburger Bürgerschaft die „Wahrnehmung demokratischer Rechte“ eingefordert. Die Unterstützer/innenliste gegen das Kündigungsbegehren des Bauer-Verlags gegen die Konzernbetriebsratsvorsitzende Kersten Artus ist lang. Fristlos gekündigt werden soll ihr wegen eigenmächtigen Antritts eines Sonderurlaubs für eine ver.di-Vorstandssitzung und einen Arbeitsgerichtstermin, wegen nicht ordnungsgemäßer Abmeldung zur Betriebsratsarbeit und Nichterbringung ihrer Arbeitsleistung in der Redaktion der Fernsehwoche.” Mehr …

Druck+Papier: Betriebsrätin wird Leben schwer gemacht
In der aktuellen Ausgabe der ver.di-Fachzeitschrift ““Druck+Papier 05/2010″ wird u.a. über den Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Hamburg am 12.11.2010 informiert. “Ungewöhnlich ausführlich referiert Arbeitsrichter Esko Horn aus den Akten die Kündigungsgründe, gibt eine erste Bewertung ab und lässt erkennen, dass er Zweifel habe, ob die Gründe stichhaltig sind.”

Schlappe für Bauer vor Oberlandesgericht Hamburg
Das Hamburger Abendbatt schreibt in ihrer Ausgabe vom 04.12.2010 über einen anderen Prozess, den die Bauer Verlagsgruppe betrieben hatte: “In einem Zivilprozess gegen seine Betriebsrätin Kersten Artus hat die Verlagsgruppe Bauer eine weitere Schlappe hinnehmen müssen. Artus hatte gegenüber dem Fachblatt „Journalist“ über die Arbeitsbedingungen bei Bauer gesagt: ‘Ich möchte nicht wissen, was hier alles an Tabletten, auch an Aufputschmitteln, geschluckt wird.’ Dagegen hatte Bauer geklagt. Wie berichtet hatten beide Parteien vor dem Landgericht Hamburg einen Vergleich geschlossen, der die Betriebsrätin verpflichtet, den Satz nicht zu wiederholen. Die Kosten des Verfahrens sollte der Verlag zahlen, der dagegen vor dem Oberlandesgericht klagte. Die Klage wurde nun abgewiesen. Die Richter fanden, bei dem Satz handele es sich „um eine Bewertung, die von dem Grundrecht …auf freie Meinungsäußerung gedeckt wird“.

verdi-Fachzeitschrift “M”: Welle der Solidarität
In ihrer Ausgabe 11/2010 befasst sich die ver.di-Fachzeitschrift “Menschen machen Medien” (M) mit der beabsichtigten Kündigung. “Kersten Artus, die außerdem noch Mitglied im Hamburger ver.di-Landesvorstand ist und zudem für die Linke in der Hamburger Bürgerschaft sitzt, ist keine freigestellte Betriebsrätin, sondern arbeitet immer noch in ihrer Redaktion. Und hier liegt das Problem, der Hebel, die Möglichkeit oder ’die Methode’, so Hamburgs ver.di-Landesbezirksleiter Wolfgang Rose, ‘mit der Bauer sich einer unliebsamen und aktiven Betriebsrätin entledigen’ will.”

NDR: Bauer will nichts vor Kamera zum Gütetermin sagen
Das Hamburg Journal vom NDR berichtet am 12.11.2010 in ihrer Abendschau über den Gütertermin vor dem Hamburger Arbeitsgericht. Der NDR fragt sich, ob es sich bei der Kündigungsabsicht nur um eine individuell-arbeitsrechtliche oder eine allgemeine Dimension handelt. “Das Verhältnis von Arbeitgeber und Betriebsräten ist ja oft schwierig, manchmal ist das sogar noch untertrieben,” wird der Beitrag anmoderiert. Der Bauer Verlag, so der NDR, wollte sich vor der Kamera nicht äußern.

kress: Mediation statt Konfrontation
kress.de beschäftigt sich ebenfalls mit dem Gütetermin und bezieht sich auf dapd. “Bei einem Gütetermin vor dem Hamburger Arbeitsgericht einigten sich die Beteiligten am Freitag auf ein so genanntes Mediationsverfahren. Birgit Voßkühler, Vizepräsidentin des Hamburger Arbeitsgerichts, wird Mediatorin sein. Gewerkschaften, Betriebsräte und Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft haben Bauer aufgefordert, die Kündigung von Artus zurückzuziehen. Sie ist als Mitglied der Linken selbst Bürgerschaftsmitglied. Wolfgang Rose, Landeschef der Gewerkschaft verdi in Hamburg, warf dem Verlagshaus vor, Artus wegen ihrer “betriebsrätlichen, gewerkschaftlichen und politischen Interessenvertretung” rauswerfen zu wollen

Abendblatt: Kündigungsabsicht erst einmal gestoppt
Das Hamburger Abendblatt schreibt am 13.11.2010: Die fristlose Kündigung der Betriebsratsvorsitzenden Kersten Artus durch die Verlagsgruppe Bauer hat sich womöglich bald erledigt. Beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht gab Richter Esko Horn am Freitag zu erkennen, dass er Zweifel hat, ob die vom Verlag für die Kündigung angegebenen Gründe stichhaltig sind. Bauer wirft Artus vor, sie habe sich für Betriebsratstermine nicht korrekt abgemeldet, eigenmächtig Sonderurlaub genommen und die Arbeit verweigert. Nun versuchen beide Parteien bis Mitte Januar sich in einem Mediationsverfahren zu einigen.

dapd: Beteiligten haben sich auf eine Mediation geeinigt
Die Nachrichtenagentur dapd, ein Zusammenschluss von ap Deuschland und ddp, hat sich mit dem Verlauf des Arbeitsgerichtstermin beschäftigt. “Im Fall der drohenden Kündigung der Konzernbetriebsratsvorsitzenden der Yvonne Bauer Redaktions KG haben sich die Beteiligten am Freitag vor dem Hamburger Arbeitsgericht auf eine Mediation geeinigt. Die Bauer Programm GmbH, der Betriebsrat der Firma und die von der Kündigung betroffene Kersten Artus erklärten übereinstimmend, dass sie mit einem Mediationsverfahren einverstanden seien, wie der Vorsitzende Richter am Freitag am Ende des Gütetermins sagte.

“journalist”: Verlagsabsicht zielt offenbar auf Zermürbung
Die Medienfachzeitschrift Journalist 11/2010 verknüpft eine Veröffentlichung über die Arbeitsbedingungen in einem Tochterunternehmen der Yvonne Bauer in der Ausgabe 3/2010 mit der Kündigungsabsicht gegen Kersten Artus. Gegen Artus und die Zeitschriftt journalist 3/2010 ging bzw. geht das Unternehmen gerichtlich vor.

Spiegel: Sanktionen bei Bauer
Der Spiegel berichtet in seiner aktuellen Ausgabe (44/2010), dass dem Betriebsratsvorsitzenden des Magdeburger Call-Center von Bauer Geld wegen seiner Betriebsratsarbeit abgezogen wurde sei und das der Konzernbetriebsratsvorsitzenden gekündigt werden soll.

ver.di-Chef im Bauer-Visier
Die MOPO informiert in ihrer Ausgabe am 27.10.2010 über die Absicht der Bauer Verlagsgruppe, ver.di-Landesbezirksleiter Wolfgang Rose, bestimmte Äußerungen zu unterlassen. “Der ver.di-Chef erhielt eine Unterlassungserklärung von Bauer u.a. wegen seiner Äußerungen über das Vorgehen des Verlages, Rose meinte, Artus wurde wegner ihrer politischen Arbeit gekündigt.”

kress.de informiert über Vorgehen gegen SPD-Abgeordneten
kress.de informiert über das Vorgehen der Bauer Verlagsgruppe gegen Wolfgang Rose. Dieser hatte nach seiner Darstellung eine Unterlassungsaufforderung in sein Abgeordnetenbüro erhalten. “Bauer hat nach verdi-Angaben dem Chef ihres Landesbezirks Hamburg, Wolfgang Rose, eine Unterlassungserklärung zugeschickt. Der Gewerkschafter hatte die fristlose Kündigung von Kersten Artus durch den Verlag kritisiert und u.a. behauptet, Grund für den Rausschmiss sei ihr betriebsrätliches, gewerkschaftliches und politisches Engagement.”

Bürgeschaftsabgeordnete gegen Kündigung
Nach Medieninformationen sollen Abgeordnete aus allen Parteien der Hamburgischen Bürgerschaft den Bauer Verlag aufgefordert haben, die geplante Kündigung von Kersten Artus zurück zu nhemen. Im Aufruf heißt es: “Als Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft erwarten wir, dass der Heinrich-Bauer-Verlag die Wahrnehmung demokratischer Rechte durch Kersten Artus respektiert und die fristlose Kündigung gegen sie zurücknimmt.”

Hamburger Abendblatt: Bauer muss Kosten tragen
Das Hamburger Abendblatt informiert, das in einem anderen Rechtstreit der Bauer Verlagsgruppe gegen Kersten Artus das Unternehmen einen kleine Schlappe hinnehmen und jetzt die Kosten für den Rechtsstreit tragen muss.
